Grußkarten drucken für Geburtstag, Dank und Trauerfall

Wer der Chefin zum Geburtstag nur eine Zeile auf eine offene Postkarte schreiben möchte, braucht etwas anderes als jemand, der zum runden Geburtstag eine Einladung mit Antwortkarte plant. Die Grußkarte, auch Glückwunschkarte oder Klappkarte genannt, sitzt genau dazwischen: gefaltet und mit Umschlag wie eine Einladung, aber ohne Event-Logistik, einfach eine Karte für einen guten, traurigen oder dankbaren Anlass. Dazu zählen Geburtstage, Genesungswünsche, Weihnachten, Dankeschön-Karten und, mit anderem Ton, auch Trauer- und Beileidskarten.

Welches Material, welche Veredelung und welcher Anlass zu welcher Gestaltung passen, erfährst du weiter unten im Ratgeber, direkt hier entlang.

Die folgende Übersicht listet Druckereien auf, die Grußkarten anbieten.

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Material, Veredelung und Personalisierung bei Grußkarten

Anlass bestimmt Ton und Gestaltung

Anders als bei vielen anderen Drucksachen entscheidet bei der Grußkarte vor allem der Anlass darüber, was überhaupt angemessen wirkt. Bei einer Geburtstags- oder Dankeskarte sind kräftige Farben, Glanzeffekte und verspielte Motive genau richtig. Bei einer Trauer- oder Beileidskarte gilt dagegen das Gegenteil: gedeckte Farben wie Weiß, Grau, Beige oder Pastelltöne, teils auch bewusst Schwarz oder Dunkelblau, dazu zurückhaltende Motive wie einzelne Blüten oder Blätter statt bunter Illustrationen. Eine einzelne, sehr dezente Veredelung wie eine feine Folienprägung wirkt hier oft stilvoller als mehrere auffällige Effekte gleichzeitig.

So unterscheidet sich der Ton je nach Anlass auch optisch deutlich:

Material und Format

Die klassische Klappkarte (Doppelkarte) im Format DIN A6 mit 105 x 148 mm ist der Standard, auf Karton mit einer Grammatur um 300 g/m² für einen stabilen, hochwertigen Eindruck. Bei Trauerkarten ist auch ein etwas größeres Format um 120 x 170 mm gebräuchlich, das zusätzlichen Platz für einen persönlichen Trauerspruch lässt. Wie bei anderen gefalteten Kartenformaten gilt auch hier: ein quadratischer Zuschnitt sieht zwar oft elegant aus, wird von der Deutschen Post aber grundsätzlich als Großbrief statt zum günstigeren Standardbriefporto befördert.

Personalisierung für Firmenkunden

Firmen, die ihren Kunden zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel eine Karte schicken, lassen die Anrede und den Empfängernamen oft nicht mehr von Hand, sondern per variablem Datendruck direkt mit ins Motiv drucken. Dabei läuft dieselbe Kartenvorlage im Digitaldruck mehrfach durch, jedes Mal mit einem anderen Namen aus einer Empfängerliste, ohne dass dafür ein eigenes Layout pro Empfänger gestaltet werden muss. Für einen wirklich persönlichen Abschluss bleibt trotzdem oft Platz für eine handschriftliche Zeile darunter.

Von der Einzelkarte bis zum Verkaufsset

Die Auflage reicht bei Grußkarten von der einzelnen, individuell gestalteten Karte bis zur großen Serie für den Einzelhandel. Wer ein Grußkartenset für den Verkauf in Papeterie-Läden, Buchhandlungen oder an der Kiosk-Theke produzieren lässt, muss bei den meisten Druckereien pro Einzelmotiv eine Mindestabnahme einkalkulieren, oft in Fünfer- oder Zehnerpacks pro Motiv zusammengefasst. Das lohnt sich vor allem, wenn ein Motiv in mehreren Geschäften gleichzeitig gelistet werden soll, nicht für eine einzelne Karte zum privaten Verschenken.

Druckdaten-Checkliste

Randabfallende Motive brauchen wie bei anderen Kartenformaten einen Anschnitt, meist reichen bei diesem kleinen Format schon 2 bis 3 Millimeter. Logos, Monogramme oder filigrane Stanzmotive sollten als Vektorgrafik angeliefert werden, damit Konturen bei einer Prägung oder einem Stanzschnitt sauber nachgebildet werden. Bei personalisierten Firmenkarten sollte zusätzlich vorab geklärt werden, in welchem Format die Empfängerliste für den variablen Datendruck angeliefert werden muss, das handhabt jede Druckerei etwas anders.

Suchst du stattdessen eine klassische, offene Karte ohne Umschlag? Dann findest du Druckereien dafür unter Postkarten drucken. Planst du eher eine Hochzeit oder ein größeres Event mit Antwortkarte? Dann schau bei Einladungskarten drucken vorbei.

Häufige Fragen zu Grußkarten

Was ist der Unterschied zwischen einer Grußkarte und einer Postkarte?

Eine Postkarte ist eine flache Karte ohne Umschlag, die offen durch die Post geht und meist eine vorgedruckte Adressseite hat. Eine Grußkarte ist dagegen gefaltet, liegt in einem eigenen Umschlag und bietet innen Platz für eine ausführlichere, private Nachricht.

Welche Farben sind bei einer Trauerkarte angemessen?

Üblich sind gedeckte Töne wie Weiß, Grau, Beige oder zarte Pastellfarben, auch Schwarz und Dunkelblau gelten als passend. Knallige Farben und verspielte Muster sollten dagegen vermieden werden, da sie dem ernsten Anlass nicht angemessen wirken.

Kann ich bei Firmen-Weihnachtskarten jeden Empfänger namentlich ansprechen lassen?

Ja, über variablen Datendruck lässt sich derselbe Kartenentwurf automatisch mit unterschiedlichen Namen und Anreden aus einer Empfängerliste drucken. Das spart gegenüber einer manuellen Einzelbeschriftung viel Zeit, besonders bei größeren Kundenlisten.

Wie viele Grußkarten sollte ein Geschäft pro Motiv mindestens abnehmen?

Das hängt von der jeweiligen Druckerei ab, viele kalkulieren pro Einzelmotiv in Fünfer- oder Zehnerpacks statt einzelner Stückzahlen. Für den Verkauf in mehreren Geschäften gleichzeitig lohnt sich das deutlich mehr als für eine kleine, einzelne Bestellung.

Lässt sich eine bereits gedruckte Grußkarte nachträglich noch personalisieren?

Variabler Datendruck mit Namen muss vor dem Druck geplant werden, nachträglich lässt sich eine bereits fertig gedruckte Serie nicht mehr automatisch personalisieren. Für den letzten persönlichen Satz bleibt aber bei jeder Karte weiterhin Platz für eine handschriftliche Ergänzung.